Übung - LKW Brand im Lärchbergtunnel in Lofer
Am 13. Oktober 2026 nahm die Feuerwehr St. Martin an einer Übung der Feuerwehr Lofer im Lärchbergtunnel auf der Loferer Straße (B 178) teil.
Im Fokus der Übung standen das abgestimmte Vorgehen zum Brandobjekt von beiden Seiten des Tunnels sowie die Erprobung der Vorschriften für den Funkverkehr im Tunneleinsatz unter realen Einsatzbedingungen.
Die Übungsannahme sah einen Brandausbruch an einem LKW in der Mitte des Gegenverkehrstunnels vor. Bereits bei der Anfahrt war ein Rauchaustritt am Westportal des rund 1,8 Kilometer langen Tunnels wahrnehmbar.
Geführt und abgewickelt wurde der Übungseinsatz nach den Vorgaben der erprobten Tunneleinsatztaktik „Löschen um zu Retten“.
Taktisch wurde der Tunnel zeitgleich von beiden Portalen aus erschlossen: Während Einsatzkräfte der Feuerwehren Unken und Lofer über das Ostportal vorrückten, drangen weitere Kräfte aus Lofer und St. Martin über die Westseite in die Tunnelröhre vor.
Im Tunnel befanden sich neben dem in Brand geratenen LKW noch drei PKWs, in denen Personen eingeschlossen waren. Durch die Atemschutztrupps, welche mit den Aufgaben “Suchen und Retten” betraut waren, konnten insgesamt zehn Personen gerettet und in den rauchfreien Fluchtstollen unweit der Unfallstelle verbracht werden, wo sie dem Roten Kreuz übergeben wurden.
Zeitgleich wurde der Brand des LKW gezielt bekämpft und die Tunnelstruktur gekühlt.
Unterstützt wurde die Einsatzleitung, welche im Bereich des Westportals eingerichtet wurde, durch das Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr Saalfelden.
Aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräten bei der Übung nahm auch die Mannschaft der Feuerwehr Zell am See mit ihrem Atemschutzfahrzeug an der Übung teil.
Neben der Brandbekämpfung und Menschenrettung lag ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt der Übung auf der anspruchsvollen Funkkommunikation.
Aufgrund der für den Tunneleinsatz gesonderten Regeln für den Funkverkehr, stellte die lückenlose Verbindung zwischen der Einsatzleitung im Außenbereich, den Atemschutztrupps im Tunnel, den nachrückenden Kräften sowie der beteiligten Feuerwehr Waidring aus Tirol eine echte Herausforderung dar. Um die verlässliche Verständigung mit den Tiroler Kameraden zu gewährleisten, richtete die LAWZ Salzburg eine Funkkoppelung ein.
Übungsleiter HBI Josef Fernsebner (OFK Lofer) und die anwesenden Funktionäre schlossen die Übung mit einem durchwegs positiven Fazit ab. Durch das abgestimmte Zusammenwirken der Feuerwehren aus dem Pinzgau und dem angrenzenden Bezirk Kitzbühel konnte die Übungsziele erfolgreich umgesetzt werden.
Ausgerückte Feuerwehren: BFK Pinzgau, AFK 1 Pinzgau, AFK 4 Pinzgau, FF Lofer, FF Unken, FF St. Martin, FF Saalfelden, FF Zell am See, FF Waidring
Mannschaftsstärke: 85 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen
Weitere Kräfte: Tunnelkoordinator Land Salzburg, Tunnelwarte Bruck, Polizei Lofer, RK Ortsstelle St. Martin
Übungsleiter: OFK Lofer HBI Josef Fernsebner









